Die Tabakpflanze – Eine Apotheke für Insekten

Insekten – Wissenschaftler des US-amerikanischen Dartmouth College (New Hampshire) haben herausgefunden, dass die Stoffe aus dem Blütennektar der Tabakpflanze, grade das Nikotin, die Tiere vor Infektionen und Parasiten schützt. Das Bienen- und Hummelsterben hat gravierende Konsequenzen für die weltweite Nahrungsmittelproduktion. Nach Ansicht von Fachleuten hängt diese zu zwei Dritteln von den Krabbeltieren ab. Umso intensiver wird nach den genauen Gründen für das Massensterben aber auch nach Lösungen gesucht.

Die von den Pflanzen zum Schutz vor Fressfeinden produzierte Stoffe werden von den Insekten aufgenommen. Diese Stoffe scheinen scheinen die Insekten zu schützen und abzuhärten. Bislang ist nur wenig darüber bekannt, wie solche Stoffe auf Bestäuber wie Hummeln und Bienen wirken. Es lässt sich aber bereits ein Positiver Einfluss erkennen. Die Stoffe reduzierten die Folgen der parasitären Infektion um bis zu 81 Prozent.

Tabak und Insekten – Noch in der Forschung

In welcher Weise genau die Pflanzenstoffe die Parasiten beeinflussen wird noch erforscht. Es könne sein, dass sich die schützende Funktion auch auf die Larven der Insekten übertrage, so Biologin Rebecca Irwin in einer Mitteilung zur Studie. Klar sei, dass die Insekten den Nektar des Tabaks in größere Zahl als bei anderen Pflanzenstämmen sammeln. Würde man nun Tabakpflanzen um Felder herum gepflanzt, würde ein natürlicher Arzneischrank geschaffen. Er würde nicht nur das Überleben von Bienen und Hummeln fördere, sondern auch die Bestäubung der Feldfrüchte.

Weiterhin nützt der Tabak auch anderen Tierarten. Mexikanische Forscher fanden vor einiger Zeit heraus, dass bestimmte Vögel Zigarettenstummel in ihre Nester einbauen, um Parasiten fernzuhalten. Bekannt war bereits, dass einige Vogelarten zu diesem Zweck bestimmte Pflanzen für ihre Nester nutzen.

Und nicht zu letzt, nützt der Tabak natürlich dem ambitionierten Aficionado beim Genuss einer guten Vitola!

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